Sicherheit durch virtuellen Rechner mit Hyper-V

Egal ob du gerne auf dubiosen Webseiten surfst, mal eine andere AV Software probieren möchtest, oder generell dein Hauptsystem gut schützen möchtest: Hyper-V ist bei allen Professional Versionen von Windows 8 bis heute enthalten. Wer möchte kann so zum Beispiel einem Windows 10 Pro Rechner mit einer Windows 7 VM (Virtuelle Maschine) oder auch den gängigsten Linux Varianten arbeiten.

Das klingt erstmal weit komplizierter und technischer, als es für einen Endanwender ist. Im Geschäftsbereich hat man dadurch noch weit vielfältigere Möglichkeiten, aber das ist hier nicht das Thema. Für alle, die sich unter der Virtualisierung nichts vorstellen können, ein kurzer Abriss:

Wie die Apps in Windows Mobile ist eine virtuelle Maschine „Sandboxed“, dass heißt, abgeschottet vom Betriebssystem ausgeführt. Die Hardware des Host, also deines Rechner Betriebssystems wird emuliert durchgeschliffen. Das also dazu gleich vorweg: Du kannst im Normalfall damit richtig gut arbeiten, aber aufwendige Spiele fallen aus.

Viele Betriebssysteme (Windows ab 8, Win Server also ab 2008 R2, unter Linux ist mir Suse bekannt) werden in der Auflösung nativ unterstützt. Soll heißen du kannst die auf Vollbild setzen, und merkst gar nicht, du nicht auf dem Start- Betriebssystem bist. Ein Fenster Modus ist auch möglich. Ich denke für Neulinge in VM sollte der Screenshot hilfreich dabei sein, eine Vorstellung davon zu bekommen:

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Gastgeber ist Windows 10, zu Besuch sind Windows 7 Pro und Kali Linux 2.0

Ganz nette Geschichte, wie ihr seht. Die VM bekommt im Heimnetz eine eigene IP und wird behandelt, wie ein alleinstehender Rechner. Nicht alle Rechner beherrschen die Virtualisierung durch Hyper- V, zwingend notwendig dazu ist die SLAT Funktion. Einfach mal auf Verdacht mit der Bezeichnung deines Prozessors googlen/ bingen. Die meisten aktuellen Prossoren beherrschen die Adressierung.

Kommen wir zur Einrichtung, denn von Haus aus ist Hyper-V nicht installiert.

  • Rechtsklick auf Start
  • Programme und Features
  • Windows Features aktivieren oder deaktivieren
  • Hyper-V Haken setzen
  • Ok
  • Kaffee holen
  • Schließen
  • „Hyper-V“ in die Suchleiste eingeben
  • Hyper-V öffnen

Wenn der Rechner eine virtuelle LAN Karte bekommen soll, öffne zuerst den Manager für virtuelle Switches [1]. Extern ist eine normale vom Router zugewiesene Netzwerkkarte mit DHCP IP, also für eine VM mit unkompliziertem Internetzugriff. Intern und Privat sind nur für Nutzer mit Netzwerkkenntnissen interessant. Von daher weiß es, oder lass‘ es.

Also treffe deine Wahl und gehe auf Virtuellen Switch erstellen. Auf der linken Seite siehst du unter Hyper-V-Manager deinen Host [2]. Mit einem Rechtsklick darauf kannst du unter Neu, Virtueller Computer deine VM erstellen.

Gebe der VM einen eindeutigen Namen, es könnten mehr dazu kommen. Für den Normalgebrauch tendiere ich anschließend zu Generation 1 und gebe der VM 2048 MB RAM, dass hängt natürlich von deinen eigenen Hardware- Ressourcen ab, und wähle dynamisch. Wer da versiert ist findet sicher seinen eigenen Weg.

Unter Netzwerk konfigurieren kannst du jetzt im DropDown Menü den Anfangs eingestellten Netzwerkadapter wählen. Die Optionen zur virtuellen Festplatte sind selbst erklärend. Anschließend könnt ihr die CD ROM oder ISO mit dem gewünschtem OS für die Installation  wählen.

Nun geht auf Weiter und schließt die Einrichtung ab. Nach kurzer Zeit taucht euer virtueller Computer im Hyper-V-Manager auf [3]. Mit einem Rechtsklick darauf, könnt ihr euer abgeschottetes System starten.

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