Richtiger Umgang mit einem Blue Screen of Death (BSOD)

Hier sind einige Grundlagen zum richtigen Umgang mit einem BSOD. Es gibt zwei Dateien, die zur Fehlerbehebung dringend Notwendig sind. Wenn dein Rechner mit einem Blue Screen of Death abgestürzt ist, werden die Ereignisse im Speicher aufgezeichnet. Diese Ereignisse werden in ein sogenanntes Dump- File (DMP) geschrieben. Diese Datei ist entscheidend, um den verursachenden Fehler ausfindig zu machen.

Erste Analyse des BSOD

Oftmals kommt man dem Fehler schon bei einer ersten Analyse des BSOD auf die Schliche:

bsod

In den Fehlerprüfungsinformationen (Bugcheck, 4) ist die Bezeichnung des Fehlers (1) gelistet. Im Abschnitt darunter (5) finden Sie die empfohlenen Maßnahmen. Im folgenden Abschnitt (7) finden Sie den Fehlercode (2). Wurde der Fehler durch einen Treiber verursacht, finden Sie den Übeltäter (3) im vorletzten Abschnitt. Ganz unten (8) findest du den Status des Dump- File.

Nicht immer ist ein BSOD so gesprächig, in diesem von mir erzwungenem BSOD unter Windows 8 steht lediglich die Bezeichnung des Fehlers (ist ein Treiber der Verursacher, steht er rechts daneben, meist gibt der BSOD aber auch den Fehlercode aus):

bsod2

Reicht die Kurzfassung nicht zur Fehlerbehebung aus, wird das gesamte Dump- File benötigt:

Wie du die Dateien findest und  zur Fehleranalyse senden kannst

Es gibt zwei Dateien die uns dabei helfen den Fehler ausfindig zu machen. Die DMP Datei mit den Inhalten des Bluescreen Berichtes, und die Ausgabe von MSInfo für die Computerspezifikationen.

Wenn dein Rechner nicht mehr normal mit dem Betriebssystem startet, hilft möglicherweise der Versuch den PC im abgesicherten Modus zu starten.  In der Regel drückt man dazu nach dem Einschalten mehrmals die F8 Taste, bis die entsprechende Auswahl erscheint.

Ist dein Rechner übertaktet (auch eine häufige Ursache für einen BSOD), stelle die Taktungen entsprechend im BIOS/UEFI auf Standard zurück.

Die Dump- Dateien finden:

Navigiere zu C:\Windows\Minidump und ziehe den Inhalt in einen Ordner auf den Desktop. Ist der Ordner leer befindet sich unter C:\Windows möglicherweise eine größere Datei namens MEMORY.DMP, die ebenfalls genutzt werden kann.

MSInfo32

Halte die Windows Taste und drücke die R Taste. Im Ausführen Fenster  msinfo32  eingeben. Gehe in der Menüleiste auf Datei und im Menü dann auf Speichern. Speicher die Datei im gleichen Ordner, wie zuvor die DMP- Dateien.

Die Dateien hochladen:

Packe diese Dateien als Zip- Datei mit einem Rechtsklick auf den Ordner mit den Dateien:

bsod3

Lade die Datei auf ein Cloud -Dienst wie OneDrive hoch und setze einen Link in deine Atwort/ Frage. Wie das funktioniert, erfährst du  hier. Alternativ kannst du die Datei mit einem rechten Mausklick unter Öffnen mit… wählen und unter Weitere… den Editor wählen.

Wenn du keinen Minidump- Ordner hast:

Halte die Windows Taste und drücken Sie die R Taste. Im Ausführen Fenster gebe sysdm.cpl ein. Gehe auf den Reiter Erweitert und wähle im Block System und Wiederherstellen den Schalter Einstellungen. Wechsle in Debuginformationen speichern auf Kleines Speicherabbild und prüfe, ob der Speicherort genauso angegeben ist, wie auf dem Screenshot:

bsod4

Starte anschließend den Rechner neu.

Wird immernoch kein Dumpfile geschrieben, prüfe  diese möglichen Ursachen:

Die Auslagerungsdatei (pagefile.sys oder swapfile.sys, je nach Windows Version) muss auf dem gleichen Laufwerk wie das Betriebssystem sein, bei gestartetem Betriebssystem also auf C:/.  Die pagefile.sys / swapfile ist eine Versteckte Systemdatei.

Um versteckte Dateien anzeigen zu können gehe im Windows Explorer zunächst auf den Reiter Ansicht, und wählen im Menüband Optionen, Ordner und Suchoptionen ändern. In den Ordneroptionen wähle den Reiter Ansicht, unter Versteckte Dateien und Ordner setze die Auswahl auf Ausgeblendete Dateien, Ordner und Laufwerke anzeigen.

bsod5

Nun siehst du, ob die pagefile.sys/ swapfile.sys dort liegt, oder nicht.

Ansonsten kannst du noch prüfen, ob überhaupt eine pagefile.sys / swapfile.sys angelegt wird. Halte die Windows Taste und drücke die R Taste. Im Ausführen Fenster gebe sysdm.cpl ein. Gehe auf den Reiter Erweitert und wähle im Block Leistung den Schalter Einstellungen. In den Leistungsoptionen wähle den Schalter Ändern. Prüfe, ob die automatische Verwaltung aktiviert ist, und vor allem, ob nicht Keine Auslagerungsdatei gewählt ist.

bsod6

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.